Aktuell

Virtueller Atelierbesuch bei Elena Engel
 

Eva-Marie Frings, Kuratorin der Benrather Rundgänge im Vorstand des Benrather Kulturkreis

e.V., im Gespräch mit der Künstlerin Elena Engel

 

E.F.: Du hast am Benrather Rundgang 2019 teilgenommen und uns als Inspiration mitgegeben, dass deine Arbeiten magisch formend auf das Körperempfinden des Betrachters einwirken sollen, sodass wir mit uns selbst und unserer Mitte in Berührung kommen. Welche Bedeutung hatte diese Ausstellung für dich?

 

E.E.: Die Ausstellung war mir sehr wichtig, sie hat mir eindeutig gezeigt, wo ich aktuell stehe. Es waren sehr reduzierte Arbeiten zu meinem Thema Körper- Gefäß und seine Mitte. Eine Einladung, über die Bilder mit sich selbst und der eigenen Mitte in Berührung zu kommen. 

 

E.F.: Leiten dich diese Themen weiterhin in deinen Arbeiten?

 

E.E.: Die Thematik, in seine MITTE, und zu sich SELBER zu finden, bei sich zu Hause zu sein, ist mein künstlerisches Leitthema, das ich zuerst in den Pendel- Objekten und später in den Körper- Gefäß Motiven umgesetzt habe. Es begleitet mich bis heute und es ist eine ständige Auseinandersetzung für mich, diesem Anspruch immer näher zu kommen.

 

E.F. : Welche Bedeutung hat die Coronakrise für dich?

 

E.E. :Ich sehe mich mit meiner Botschaft als Künstlerin besser eingebettet in einen Zeitgeist, der zur Einkehr und Umkehr herausfordert. Aktuell ist ein neues Pendel- Objekt aus Eisen entstanden, eine Auftragsarbeit, die noch darauf wartet in einem kleinen privaten Park in Frankfurt installiert zu werden.  

Ich finde es bedauerlich, dass durch die Corona Beschränkungen vorläufig kein Besuch im Atelier möglich ist, sodass Besucher*innen die Erfahrung, durch das sich Einpendeln in Verbindung mit dem eigenen Atem und damit zu sich selbst zu kommen, über die Pendel- Objekte, die meine wichtigsten Arbeiten sind, nicht unmittelbar machen können.

 

Über Elena Engel

Elena Engel lebt in Urdenbach. Ihr Atelier befindet sich im Atelierhaus Walzwerkstrasse. 1969 bis 1975 Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Prof. Gerhard Hoehme, Meisterschülerin 1978 Villa–Romana–Preis, Florenz Teilnahme an vielen Einzel- und Gruppenausstellungen ua.  Kunsthalle Baden-Baden, Kunsthalle zu Kiel, Ernst-Osthaus-Museum Hagen, Neue Darmstädter Sezession Darmstadt, Skulpturenmuseum Glaskasten Marl

Wort & Ton im Atelier

Sonntag, den 17.August 2020
 
Die Auftaktveranstaltung der neuen Reihe "Wort & Ton im Atelier" war trotz der Einhaltung der Coronaschutz-bestimmungen Dank der beteiligten Künstler*innen sehr gelungen. Der Hunger nach einem gemeinsamen Kulturerlebnis wurde gestillt und versetzte die Gäste in heitere Laune.

 

Die Veranstaltung fand im ATELIER DER KÜNSTLERIN GISELA MACHALZ im Haus 80 in der Reisholzer Werftstrasse statt. Gisela hat 2003 an diesem Ort ein still gelegtes Haus der Hafenangestellten liebevoll renoviert und dort ihr Atelier eingerichtet. Giselas primäre Arbeitsmaterialien sind Ton und Lehm, oft in Verbindung mit textilem Gewebe und Naturmaterialien, die sie zu archaisch anmutenden Gebilden formt.

 

CHRISTINA MÜLLER- GUTOWSKI, DIPLOM-PÄDAGOGIN UND AUTORIN, präsentierte eine Auswahl ihres Schaffens. Sie ist in Bergkamen am Rand des Ruhrgebiets geboren und hat zuletzt als Diplompädagogin gearbeitet. Christina sagt von sich, dass sie im Jahr 2000 in den Sog des Schreibens geraten sei und erkannt habe, dass Widerstand zwecklos sei. Dieser Schreiblust verdanken wir zahlreiche Veröffentlichungen von Kurzprosa, Essays und Gedichten. Seit 2015 sind Fotografien, Collagen und Bild-Text-Kombinationen hinzugekommen. Christina wurde mehrfach für ihr Schreiben ausgezeichnet:


2007 Förderpreis zum Literaturpreis Ruhr
2011 Förderpreis zum Caroline-Schlegel-Preis der Stadt Jena
2015 Preisträgerin des Haiku-Wettbewerbs der Stadt Düsseldorf
2015 Gewinnerin des Gedichtwettbewerbs vom Literaturbüro NRW

         und dem Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf.

 

PETER GUTOWSKI, LEADSÄNGER UND RHYTHMUSGITARRIST, faszinierte das Publikum mit seiner Stimme und der Gitarrenbegleitung. Er ist Autodidakt und, wie er selber von sich sagt, ein „Dilettant“ (Liebhaber), der die Musik der „Singer und Songwriter“ schätzt. Seine erste Band (the dukes) gründete er mit 15 und performte Rock- und Beat-Musik. Später kam seine Begeisterung für Dylan und Donavan hinzu. Bis 2013 spielte er Melody-Rock in verschiedenen Band-Formationen (z.B.:„second breakfast“) und ist jetzt vor allem als „One-Man-Band“ mit Folksongs von Dylan und Cohen zu hören. Gemeinsame Auftritte hatte er mit der Autorinnengruppe „Wortreich“ und den Lesungen von Christina Müller-Gutowski in der Bücherei Benrath, der Kulturkneipe Ratingen, im „Goldenen Einhorn“, der „Destille“ und literarischen Salons.

Atelierbesuch bei Maike Elsa Leibl

Sonntag, den 9.August 2020

 

Trotz der Coronaschutzregelungen, die Kulturveranstaltungen etwas verkomplizieren, hat Maike Elsa Leibl ihr Atelier für uns geöffnet. Maikes Arbeiten sind oft religiös und von persönlichen Erfahrungen geprägt, aber mit offenem feministischen Geist, der auch den Segen für die Prostituierte einschließt, wie auf einem ihrer Bilder zu sehen ist. Anhand ihres visualisierten Leitspruchs "Die Vergangenheit ist eingeschlafen..."gab sie einen intimen Einblick in ihre Lebensgeschichte. Ihr Ehemann Gert führte durch alle Räume, die voll von lebensfrohen Bildern sind.

Atelier von Sabine Tusche

Virtueller Atelierbesuch bei

Sabine Tusche

Angerstraße 89, 40593 Düsseldorf

 

 

Eva-Marie Frings, Kuratorin der Benrather Rundgänge im Vorstand des Benrather Kulturkreis e. V., im Gespräch mit der Künstlerin Sabine Tusche

 

E.F.: Drei deiner kleinformatigen Arbeiten wurden beim ersten Benrather Rundgang 2018 in der Orangerie von Schloss Benrath gezeigt. Du hast damals darauf hingewiesen, dass du auf der Suche nach Materialität und Abstraktion bist. Wo stehst du heute?

 

S.T.: Mich interessieren nach wie vor diese beiden Themenbereiche...Gegenständlichkeit und Abstraktion in der Malerei. Aktuell wende ich mich gerade der Abstraktion zu und meine Bilder haben sich sehr verändert. Ich arbeite an farbigen Farbflächen, in die ich zeichenhafte und rhythmische Strukturen einbinde. Die Arbeitsweise ist aber irgendwie ähnlich geblieben. Ich beginne mit Farbflächen und horizontalen Unterteilungen. Parallel zeichne ich auch und arbeite an Holzobjekten.

E.F.: Gibt es Objekte, die beispielhaft dafür stehen?

                          Schale                                                      Farbverlauf 21

S.T.: Diese beiden Bilder sind kurz hintereinander entstanden und zeigen den Übergang, in dem ich mich gerade befinde. Die Porzellanschale, ein von mir häufig dargestellter Lieblingsgegenstand, hat sich verflüchtigt.

 

E.F.: Wie siehst du deine Perspektive als Künstlerin während der Corona-Krise?

 

S.T.: Ich persönlich befinde mich gerade in einer sehr kreativen Phase, arbeite viel in meinem Atelier und genieße dabei die Ruhe und Abgeschiedenheit und kann mich ganz auf meine Kunst fokussieren. Leider sind geplante Ausstellungen gestrichen und ich kann überhaupt nicht abschätzen, wie es weiter gehen wird.

Porträt

                     Holzobjekte                                              Zeichnungen April 2020

Weitere Informationen zu Leben und Arbeiten von Sabine Tusche unter  www.sabinetusche.de/ 

 

 

 

Potze Hof, Urdenbacher Dorfstr. 21/ Hochstr. 1b

Virtueller Atelierbesuch bei

CL-AN Barthelmess

Hochstraße 1b

 

 

Dr. Karin Füllner, Vorsitzende des Benrather Kulturkreis e.V., im Gespräch mit dem Künstler CL-AN Barthelmess

 

K.F.: 1952 wurde der Benrather Kulturkreis gegründet. Sie waren zu dem Zeitpunkt 16 Jahre alt, machten eine Töpferlehre bei Ihrem Vater Klaus Rudolf Barthelmess und studierten an der Werkkunstschule Krefeld. Was ist Ihnen aus den Anfängen des Benrather Kulturkreis in Erinnerung?

 

CL-AN B.: Bis es zur Gründung des BKK kam, war es ein großer Kampf wegen der Kosten der Renovierung des Orangerie-Gebäudes! Man bedenke, dass der Bau von Wohnungen zu der Zeit wichtiger war als Kultur! Danke den Beteiligten, vor allem Ratsherrn Sommer. Die Gründung folgte dann der Aufforderung der Stadt Düsseldorf, einen Verein zu gründen, der die Bespielung der Räume übernehmen sollte. In diesen ersten Anfängen entwickelte ich schon das erste Logo des BKK.

 

K.F.: Sie haben in Ihrem Leben viele große Kunstwerke geschaffen und viele Ausstellungen gezeigt. Was war für Sie das wichtigste Ereignis im Kontext Ihres Engagements für den Benrather Kulturkreis?

 

CL-AN B.: Das Wichtigste für den BKK war das Schloss-Konzert mit dem Collegium Aureum, das wir zusammen mit dem WDR veranstalteten auf Vermittlung meines Freundes Prof. Rudolf Mandalka, der als Cellist Mitglied des Ensembles war. Das Konzert wurde vom WDR damals auch übertragen.

 

K.F.: Noch beim letzten Benrather Rundgang im Dezember 2019 in der Orangerie Schloss Benrath waren Sie mit Ihren Arbeiten vertreten. Was bedeutet die Corona-Krise jetzt für Sie als Künstler?

 

CL-AN B.: Mir persönlich bringt es Zeit, mich endlich mit liegen gebliebenen Vorhaben zu beschäftigen. Natürlich wird diese Corona-Zeit eine einschneidende Wirkung auf das kommende Leben der gesamten Menschheit, der Natur und der damit verbundenen Imponderabilien haben, "im Guten und auch im Bösen"!

 

Potze Hof, Atelier von CL-AN Barthelmess

Weitere Informationen zu Leben und Arbeiten von CL-AN Barthelmess unter  www.cl-an.de

 

 

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