Aktuell

 

Julius Wimmer zur Erinnerung (1932-2021)

 

 

 

„Für mich ist thematisch wichtig, den Menschen in seiner Konfliktträchtigkeit und Ambivalenz plastisch darzustellen. Meine bevorzugten Materialien sind Holz, Stahl und Beton.“ So charakterisierte Julius Wimmer seine Kunst in der Einladung zum 1. Benrather Rundgang 2018.

 

Am 9. März 2021 ist der Urdenbacher Künstler mit 89 Jahren gestorben. Beinah 50 Jahre war er Mitglied des Benrather Kulturkreises. 1971/72 beteiligte er sich mit seiner Frau, der Künstlerin Ruth Wimmer, zum ersten Mal an unseren Kunstausstellungen in der Orangerie. Im Dezember 2018 gehörte er zu den ersten, die, wie oben zitiert, in unserem neuen Ausstellungsformat, dem 1. Benrather Rundgang, in der Orangerie präsentiert wurden. Und noch in diesem Frühjahr hatte Eva-Marie Frings, Kuratorin der Benrather Rundgänge in unserem Vorstand, einen virtuellen Atelierbesuch in seinem Haus in der Gänsestraße mit ihm geplant.

 

Das Verhältnis von Mensch, Technik und Natur hat Julius Wimmer immer in besonderer Weise interessiert. „Die Natur zeigt uns, schaut man einmal genauer hin, auf wunderbare Weise, wie sie aus dem scheinbaren Chaos Ordnung schafft und die interessantesten Formen und Konstruktionen hervorbringt. Insbesondere der Künstler kann ständig von ihr lernen. Für mich ist die Natur ein Lehrmeister, ein permanenter Anreger und Impulsgeber“, hatte Julius Wimmer 2004 gesagt. Als gelernter Maschinenschlosser hatte er Kenntnis von den Materialien, seine künstlerische Arbeit war immer grundiert durch solides Handwerkswissen. Seine bildhauerischen Werke, denen wir hier im Düsseldorfer Süden vielfach im öffentlichen Raum begegnen, zeugen von diesem Zusammenklang. Mit ihrer stählernen Wucht haben sie zugleich etwas fast Filigranes und zeigen Mensch und Natur in ihrer Verletzlichkeit: so etwa die Ikarus-Figur am Benrather Bahnhof und der überdimensionierte Ahornsamen, der uns am Eingang Urdenbachs begrüßt. Sie stellen uns Fragen und werden uns weiter berühren und mit ihnen bleibt der Künstler Julius Wimmer uns allen öffentlich präsent.

 

 

Dr. Karin Füllner

1. Vorsitzende Benrather Kulturkreis e.V.

 

 

Ein Gespräch mit

dem Künstler Michael Dlugosch

 

Eva-Marie Frings, Kuratorin der Benrather Rundgänge im Vorstand des Benrather Kulturkreis e. V., im Gespräch mit Michael Dlugosch

 

E.F.: Du hast am zweiten Benrather Rundgang 2019 mit fotografischen Arbeiten teilgenommen, die surreale Landschaften zeigen. Als Erläuterung hast du uns mitgegeben, dass du Strukturen sammelst und kombinierst, die Bilder des Unterbewusstseins evozieren. Bist du weiter in dieser Richtung unterwegs?

 

M.D.:Ja, ich sammele weiterhin alle möglichen Fragmente, in denen ich Potenzial sehe und lasse meinen Fundus wachsen, auch wenn ich oft keine Zeit finde, um daraus direkt neue Werke entstehen zu lassen. Ich notiere mir meine Assoziationen und Ideen zu diesen Schnipseln sehr akribisch. Sobald ich wieder Zeit für die Kunst habe, krame ich einfach mein Notizbuch heraus und lege sofort mit der Umsetzung los. Kreative Flauten kommen somit gar nicht erst auf. Wenn man mit Fundstücken arbeitet, ist man zum Glück auch nie dem Horror des weißen Blattes ausgesetzt. Es entstehen also schon beim Sammeln neue Kompositionen in meinem Kopf, die nur darauf warten umgesetzt zu werden.

 

                                                                                                   © Michael Dlugosch

E.F.: Hat die Coronakrise Auswirkungen auf deine Arbeit?

 

M.D.:Nicht direkt. Da ich mit der Kunst nicht mein Geld verdiene, bin ich zum Glück auch nicht auf den Kunstbetrieb und seine Ausstellungen angewiesen. Ich mache mir allerdings große Sorgen um bestimmte gesellschaftliche Gruppen, zum Beispiel um Ladeninhaber, die nach der Coronakrise gigantische Pachtschulden abstottern müssen und um Kleinkinder, denen in ihren prägendsten Jahren vermittelt wurde, dass andere Menschen eine potentielle Gefahr darstellen. Corona wird also tiefe Spuren in unserer Gesellschaft hinterlassen. Das lässt mich natürlich auch nicht unberührt. Viele Menschen haben meine Bilder als düster beschrieben. Ich glaube, in letzter Zeit sind sie noch ein ganzes Stück düsterer geworden.

 

E.F.: Welche Hoffnungen verbindest du als relativ junger Künstler mit der Öffnung des Kulturbetriebs nach dem Lockdown?

 

M.D.:Die vorsichtige Öffnung des Lockdowns wird für den Kulturbetrieb zunächst nur ein kleines Aufatmen bedeuten. Alles wird noch stark reglementiert sein. Ich glaube, erst wenn wir die Herden-Immunität erreicht haben, kann der Kunst- und Kulturbetrieb wieder voll durchstarten. Ich hoffe, dass die Menschen dann nach langer Abstinenz so hungrig nach Kunst und Kultur sein werden, dass wir einen Boom der Events erleben. Und ich hoffe, dass die Wertschätzung für künstlerisches Schaffen bis dahin gestiegen ist. Damit meine ich aber nicht etwa, dass ein Gerhard Richter noch teurer werden soll, sondern dass wir aufhören, Künstler danach zu bewerten, wieviel Geld sie erwirtschaften.

 

 

Weitere Informationen über Michael Dlugosch auf seiner Homepage:

http://www.michael-dlugosch.de/

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Ein Gespräch mit

Liedermacherin Brigitte Schmitz

 

Eva-Marie Frings, Kuratorin der Benrather Rundgänge im Vorstand des Benrather Kulturkreis e. V., im Gespräch mit der Urdenbacher Liedermacherin Brigitte Schmitz
 

E.F.:Wir Kulturinteressierte lehnen uns meist bequem zurück und genießen die Produkte der Kulturschaffenden. Zurzeit geht das wegen Corona leider nur virtuell. Auf deiner Website forderst du uns auf "Bitte singt zuhause: Singen stärkt das Immunsystem und mildert Ängste." Wie bist du persönlich zu dieser Erkenntnis gekommen?

 

B.S.:Wenn ich singe und bei meinen Mitsingangeboten mache ich immer wieder die Erfahrung, dass Singen einfach guttut und glücklich macht. Besonders wenn wir entspannt singen, ohne Leistungsdruck. Dabei vertieft sich unsere Atmung. Unsere Gedanken kommen zur Ruhe, unser Körper baut Glückshormone auf und Stresshormone ab. Gerade durch Angst und Ohnmacht können sich Stresshormone vermehrt aufbauen und unser Immunsystem schwächen. Durch das Singen können unsere Selbstheilungskräfte gestärkt werden. Diese Wirkungen sind inzwischen durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt.


E.F.:Kannst du uns ein Beispiel für einen passenden Song geben? 

 

Meine selbstgeschriebenen deutschsprachigen Kraft- und Herzenslieder, berühren die Themen Liebe und Dankbarkeit, Vertrauen und Verbundenheit, Licht und Frieden, Lebenskraft und Lebensfreude, Aufbruch und Neubeginn, Hingabe und Mut, Mutter Erde und die vier Elemente. Stärkende Lieder sind z.B. „Ich schenk dem Leben mein Vertrauen“, „Meine Mitte“, „Und ich geh meinen Weg“. CDs und Hörproben dazu gibt es über folgenden Link:  https://www.chanting.de/cds-herzenslieder-kraftlieder-spirituelle-chants . Zum Meditieren eignet sich zB das Lied „Es gibt nichts zu tun, alles ist da.“ Video und CD dazu sind übrigens ua mit weiteren Urdenbacher Künstler*innen am Altrheinarm entstanden.

E.F.: Worauf sollten wir beim Singen achten? 

 

 B.S.: Einfach entspannen, natürlich singen, ohne jeglichen Perfektionismus,  Lieder mit aufbauenden Texten wählen, die das Herz berühren und authentisch für uns sind. Manchmal reicht einfach summen und tönen von Vokalen, um positive Gefühle zu aktivieren.


E.F.: Wie kommst du als freischaffende Künstlerin durch die Coronazeit?

 

B.S.: Es tut mir einfach gut, weiter zu komponieren und zu schreiben. Ich bin zur Zeit in Musikproduktion mit meinen neuen Liedern, die ich unter meinem Label „ChantingMusik“ veröffentlichen werde. Darüber hinaus bilde ich mich in Entwicklungen digitaler Singangebote fort, z.B. Zoom, um mit meinen Sänger*innen in Verbindung zu bleiben. Gerade für diese Projekte konnte ich das NRW Künstler*innen-Stipendium in Anspruch nehmen.

 

Über Brigitte Schmitz:
Sängerin. Liedermacherin. Komponistin. Gitarristin. Wegbegleiterin. Integrative Atemtherapeutin. Betriebswirtin. Weitere Informationen über Brigitte Schmitz mit Musikbeispielen unter
www.chanting.de

 

Virtueller Atelierbesuch bei Elena Engel
 

Eva-Marie Frings, Kuratorin der Benrather Rundgänge im Vorstand des Benrather Kulturkreis

e.V., im Gespräch mit der Künstlerin Elena Engel

 

E.F.: Du hast am Benrather Rundgang 2019 teilgenommen und uns als Inspiration mitgegeben, dass deine Arbeiten magisch formend auf das Körperempfinden des Betrachters einwirken sollen, sodass wir mit uns selbst und unserer Mitte in Berührung kommen. Welche Bedeutung hatte diese Ausstellung für dich?

 

E.E.: Die Ausstellung war mir sehr wichtig, sie hat mir eindeutig gezeigt, wo ich aktuell stehe. Es waren sehr reduzierte Arbeiten zu meinem Thema Körper- Gefäß und seine Mitte. Eine Einladung, über die Bilder mit sich selbst und der eigenen Mitte in Berührung zu kommen. 

 

E.F.: Leiten dich diese Themen weiterhin in deinen Arbeiten?

 

E.E.: Die Thematik, in seine MITTE, und zu sich SELBER zu finden, bei sich zu Hause zu sein, ist mein künstlerisches Leitthema, das ich zuerst in den Pendel- Objekten und später in den Körper- Gefäß Motiven umgesetzt habe. Es begleitet mich bis heute und es ist eine ständige Auseinandersetzung für mich, diesem Anspruch immer näher zu kommen.

 

E.F. : Welche Bedeutung hat die Coronakrise für dich?

 

E.E. :Ich sehe mich mit meiner Botschaft als Künstlerin besser eingebettet in einen Zeitgeist, der zur Einkehr und Umkehr herausfordert. Aktuell ist ein neues Pendel- Objekt aus Eisen entstanden, eine Auftragsarbeit, die noch darauf wartet in einem kleinen privaten Park in Frankfurt installiert zu werden.  

Ich finde es bedauerlich, dass durch die Corona Beschränkungen vorläufig kein Besuch im Atelier möglich ist, sodass Besucher*innen die Erfahrung, durch das sich Einpendeln in Verbindung mit dem eigenen Atem und damit zu sich selbst zu kommen, über die Pendel- Objekte, die meine wichtigsten Arbeiten sind, nicht unmittelbar machen können.

 

Über Elena Engel

Elena Engel lebt in Urdenbach. Ihr Atelier befindet sich im Atelierhaus Walzwerkstrasse. 1969 bis 1975 Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Prof. Gerhard Hoehme, Meisterschülerin 1978 Villa–Romana–Preis, Florenz Teilnahme an vielen Einzel- und Gruppenausstellungen ua.  Kunsthalle Baden-Baden, Kunsthalle zu Kiel, Ernst-Osthaus-Museum Hagen, Neue Darmstädter Sezession Darmstadt, Skulpturenmuseum Glaskasten Marl

Wort & Ton im Atelier

Sonntag, den 17.August 2020
 
Die Auftaktveranstaltung der neuen Reihe "Wort & Ton im Atelier" war trotz der Einhaltung der Coronaschutz-bestimmungen Dank der beteiligten Künstler*innen sehr gelungen. Der Hunger nach einem gemeinsamen Kulturerlebnis wurde gestillt und versetzte die Gäste in heitere Laune.

 

Die Veranstaltung fand im ATELIER DER KÜNSTLERIN GISELA MACHALZ im Haus 80 in der Reisholzer Werftstrasse statt. Gisela hat 2003 an diesem Ort ein still gelegtes Haus der Hafenangestellten liebevoll renoviert und dort ihr Atelier eingerichtet. Giselas primäre Arbeitsmaterialien sind Ton und Lehm, oft in Verbindung mit textilem Gewebe und Naturmaterialien, die sie zu archaisch anmutenden Gebilden formt.

 

CHRISTINA MÜLLER- GUTOWSKI, DIPLOM-PÄDAGOGIN UND AUTORIN, präsentierte eine Auswahl ihres Schaffens. Sie ist in Bergkamen am Rand des Ruhrgebiets geboren und hat zuletzt als Diplompädagogin gearbeitet. Christina sagt von sich, dass sie im Jahr 2000 in den Sog des Schreibens geraten sei und erkannt habe, dass Widerstand zwecklos sei. Dieser Schreiblust verdanken wir zahlreiche Veröffentlichungen von Kurzprosa, Essays und Gedichten. Seit 2015 sind Fotografien, Collagen und Bild-Text-Kombinationen hinzugekommen. Christina wurde mehrfach für ihr Schreiben ausgezeichnet:


2007 Förderpreis zum Literaturpreis Ruhr
2011 Förderpreis zum Caroline-Schlegel-Preis der Stadt Jena
2015 Preisträgerin des Haiku-Wettbewerbs der Stadt Düsseldorf
2015 Gewinnerin des Gedichtwettbewerbs vom Literaturbüro NRW

         und dem Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf.

 

PETER GUTOWSKI, LEADSÄNGER UND RHYTHMUSGITARRIST, faszinierte das Publikum mit seiner Stimme und der Gitarrenbegleitung. Er ist Autodidakt und, wie er selber von sich sagt, ein „Dilettant“ (Liebhaber), der die Musik der „Singer und Songwriter“ schätzt. Seine erste Band (the dukes) gründete er mit 15 und performte Rock- und Beat-Musik. Später kam seine Begeisterung für Dylan und Donavan hinzu. Bis 2013 spielte er Melody-Rock in verschiedenen Band-Formationen (z.B.:„second breakfast“) und ist jetzt vor allem als „One-Man-Band“ mit Folksongs von Dylan und Cohen zu hören. Gemeinsame Auftritte hatte er mit der Autorinnengruppe „Wortreich“ und den Lesungen von Christina Müller-Gutowski in der Bücherei Benrath, der Kulturkneipe Ratingen, im „Goldenen Einhorn“, der „Destille“ und literarischen Salons.

Atelierbesuch bei Maike Elsa Leibl

Sonntag, den 9.August 2020

 

Trotz der Coronaschutzregelungen, die Kulturveranstaltungen etwas verkomplizieren, hat Maike Elsa Leibl ihr Atelier für uns geöffnet. Maikes Arbeiten sind oft religiös und von persönlichen Erfahrungen geprägt, aber mit offenem feministischen Geist, der auch den Segen für die Prostituierte einschließt, wie auf einem ihrer Bilder zu sehen ist. Anhand ihres visualisierten Leitspruchs "Die Vergangenheit ist eingeschlafen..."gab sie einen intimen Einblick in ihre Lebensgeschichte. Ihr Ehemann Gert führte durch alle Räume, die voll von lebensfrohen Bildern sind.

Atelier von Sabine Tusche

Virtueller Atelierbesuch bei

Sabine Tusche

Angerstraße 89, 40593 Düsseldorf

 

 

Eva-Marie Frings, Kuratorin der Benrather Rundgänge im Vorstand des Benrather Kulturkreis e. V., im Gespräch mit der Künstlerin Sabine Tusche

 

E.F.: Drei deiner kleinformatigen Arbeiten wurden beim ersten Benrather Rundgang 2018 in der Orangerie von Schloss Benrath gezeigt. Du hast damals darauf hingewiesen, dass du auf der Suche nach Materialität und Abstraktion bist. Wo stehst du heute?

 

S.T.: Mich interessieren nach wie vor diese beiden Themenbereiche: Gegenständlichkeit und Abstraktion in der Malerei. Aktuell wende ich mich gerade der Abstraktion zu und meine Bilder haben sich sehr verändert. Ich arbeite an farbigen Farbflächen, in die ich zeichenhafte und rhythmische Strukturen einbinde. Die Arbeitsweise ist aber irgendwie ähnlich geblieben. Ich beginne mit Farbflächen und horizontalen Unterteilungen. Parallel zeichne ich auch und arbeite an Holzobjekten.

E.F.: Gibt es Objekte, die beispielhaft dafür stehen?

                          Schale                                                      Farbverlauf 21

S.T.: Diese beiden Bilder sind kurz hintereinander entstanden und zeigen den Übergang, in dem ich mich gerade befinde. Die Porzellanschale, ein von mir häufig dargestellter Lieblingsgegenstand, hat sich verflüchtigt.

 

E.F.: Wie siehst du deine Perspektive als Künstlerin während der Corona-Krise?

 

S.T.: Ich persönlich befinde mich gerade in einer sehr kreativen Phase, arbeite viel in meinem Atelier und genieße dabei die Ruhe und Abgeschiedenheit und kann mich ganz auf meine Kunst fokussieren. Leider sind geplante Ausstellungen gestrichen und ich kann überhaupt nicht abschätzen, wie es weiter gehen wird.

Porträt

                     Holzobjekte                                              Zeichnungen April 2020

Weitere Informationen zu Leben und Arbeiten von Sabine Tusche unter  www.sabinetusche.de/ 

 

 

 

Potze Hof, Urdenbacher Dorfstr. 21/ Hochstr. 1b

Virtueller Atelierbesuch bei

CL-AN Barthelmess

Hochstraße 1b

 

 

Dr. Karin Füllner, Vorsitzende des Benrather Kulturkreis e.V., im Gespräch mit dem Künstler CL-AN Barthelmess

 

K.F.: 1952 wurde der Benrather Kulturkreis gegründet. Sie waren zu dem Zeitpunkt 16 Jahre alt, machten eine Töpferlehre bei Ihrem Vater Klaus Rudolf Barthelmess und studierten an der Werkkunstschule Krefeld. Was ist Ihnen aus den Anfängen des Benrather Kulturkreis in Erinnerung?

 

CL-AN B.: Bis es zur Gründung des BKK kam, war es ein großer Kampf wegen der Kosten der Renovierung des Orangerie-Gebäudes! Man bedenke, dass der Bau von Wohnungen zu der Zeit wichtiger war als Kultur! Danke den Beteiligten, vor allem Ratsherrn Sommer. Die Gründung folgte dann der Aufforderung der Stadt Düsseldorf, einen Verein zu gründen, der die Bespielung der Räume übernehmen sollte. In diesen ersten Anfängen entwickelte ich schon das erste Logo des BKK.

 

K.F.: Sie haben in Ihrem Leben viele große Kunstwerke geschaffen und viele Ausstellungen gezeigt. Was war für Sie das wichtigste Ereignis im Kontext Ihres Engagements für den Benrather Kulturkreis?

 

CL-AN B.: Das Wichtigste für den BKK war das Schloss-Konzert mit dem Collegium Aureum, das wir zusammen mit dem WDR veranstalteten auf Vermittlung meines Freundes Prof. Rudolf Mandalka, der als Cellist Mitglied des Ensembles war. Das Konzert wurde vom WDR damals auch übertragen.

 

K.F.: Noch beim letzten Benrather Rundgang im Dezember 2019 in der Orangerie Schloss Benrath waren Sie mit Ihren Arbeiten vertreten. Was bedeutet die Corona-Krise jetzt für Sie als Künstler?

 

CL-AN B.: Mir persönlich bringt es Zeit, mich endlich mit liegen gebliebenen Vorhaben zu beschäftigen. Natürlich wird diese Corona-Zeit eine einschneidende Wirkung auf das kommende Leben der gesamten Menschheit, der Natur und der damit verbundenen Imponderabilien haben, "im Guten und auch im Bösen"!

 

Potze Hof, Atelier von CL-AN Barthelmess

Weitere Informationen zu Leben und Arbeiten von CL-AN Barthelmess unter  www.cl-an.de

 

 

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